Jelovška c. 5, 4264 Bohinjska Bistrica
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Der Fischerverein Bohinj verwaltet drei Reviere:

  • Bohinj See
  • Sava Bohinjka Fluss
  • Mostnica im unteren Teil

Die Fischgesellschaft in Bohinj bestimmen der Bohinj See und der Sava Bohinjka Fluss. Die zwei ziemlich verschiedene Gewässer bieten gute Lebensverhältnisse für verschiedene Fischarten. Einige Arten leben ausschließlich im fließenden Wasser, andere im stillen Seewasser, dritte wiederum leben in beiden Umgebungen.

Seeforelle

War bis zum Einbringen des Seesaiblings der dominante Fisch im Bohinj See. Die Forellen im See waren bis zu 20 kg schwer und bis zu 220 cm lang. Immer noch schwimmen ziemlich viele im See, deren Zahl ist aber auch wegen der intensiven Fischerei in Vergangenheit niedriger. Ebenso bedroht sie auch das Einbringen von Seeforellen aus anderen Umgebungen, sogar aus Ohrid See in Makedonien.

Die Seeforelle ist nach der Körperform sehr ähnlich wie die Bachforelle. Von dieser unterscheidet sie sich nach dem Rücken, der dicht mit schwarzen Punkten verschiedener Formen besät ist.

Der Bauch ist hell, die Schwanzflosse ist bei erwachsenen Fischen fast gerade, bei jüngeren Fischen ist die Seite gekerbt. Geschlechtsreife Männchen der Seeforelle, besonders die älteren, haben einen nach oben gekrümmten Unterkiefer.

Die Seeforellen halten sich am liebsten in den Tiefen, an den Mündungen der Sturzbäche und an den Bodenquellen (Ukanc an der Mündung von Savica, am Ufer unter Pršivec, Fužina Bucht, …) auf, man kann sie aber auch beobachten, wie sie nah am Ufer auf ihre Beute lauern; die Seeforelle ist aber ein sehr scheuer Fisch, den man sich sehr vorsichtig annähern muss.

Die Jungfische ernähren sich vor allem von Bodenfutter, die Erwachsenen sind Raubfische und ernähren sich vorwiegend mit Fischen.

Sie laichen im Herbst – Oktober oder November, der Höhepunkt ist in der zweiten Hälfte Oktober, im November und der ersten Hälfte Dezember. Bei günstigem Wasserstand der Zuflüsse kommen zu den Laichplätzen in Savica, Mostnica und Ribnica. Nach dem Laichen kehren sie zurück in die Tiefen des Sees. Seltener laichen sie im See (auf den Kiesaufschüttungen der Sturzbäche an den Zuflüssen von Savica und Govic Wasserfall), aber nur bei niedrigem Wasserstand der Zuflüsse.

Bachforelle

Die Bachforelle ist eine Bewohnerin von Bohinj See, sowie auch von Sava Bohinjka und dessen Zuflüssen. Die Bachforellen, die zum Laichen in Savica kommen, sehen anders aus, als die Bachforellen im Sava. Sie sind viel stämmiger und mit größeren roten Punkten, die metallisch blau umrundet sind. Der Körper der Bachforelle, die aus dem See stammt, ist an der Seitenlinie gold-gelb gefärbt, wie mit goldenem Staub besät. Ihr Fleisch ist wegen ihrer Ernährungswiese schön rot. Sie wächst auch bis zu 60 cm und mehr. Die Bachforelle im Sava wird nicht so lang, hat keine so schöne goldene Farbe an der Seitenlinie und keine so großen roten Punkte; ihr Fleisch ist nicht so schön rot, wie bei der Bachforelle aus dem See. Das zeigt auf die Möglichkeit, dass es in Bohinj neben der Seeforelle auch verschiedene Arten von Bachforellen gab, die sich wegen verschiedenen Laichplätzen oder Laichzeiten nicht untereinander gekreuzt haben. Es gibt in Europa einige solche Beispiele der Kohabitation der Bachforellen. Deshalb werden die Ergebnisse der Genanalysen, die schon an Bachforellen von Bohinj verlaufen, sehr interessant sein.

Ebenso wie in anderen Gewässern in Slowenien, wurden in der Vergangenheit auch in Bohinj Bachforellen aus anderen Donau- oder sogar aus atlantischen Flussgebieten eingesetzt. Deshalb kann man in Sava und in den meisten Zuflüssen nur selten eine Bachforelle von Bohinj finden. Die haben sich nur in den oberen Teilen einiger Zuflüsse erhalten, wie Mostnica, Suha, Jereka und Ribnica. Charakteristisch für diese Forellen ist, dass sie in sehr schwierigen Verhältnissen leben, denn diese Gewässer sind Wildbäche, wo es weniger Futter gibt und die Fische haben sich daran angepasst. Der Körper dieser Bachforellen ist mehr zylinderförmig als bei der Bachforelle aus Sava. Die Schwanzflosse und Fettflosse sind bei dieser Forelle sehr rot und der Fleisch ist sanft rot, manchmal fast gelblich. Die roten Punkte sind kleiner, ziemlich dicht beieinander und über den ganzen Körper mit den schwarzen vermischt. Diese ursprünglichen Bachforellen, die erhalten blieben, und die Forellen die zum Laichen nach Savica kommen, werden eine Basis für die Wiedereinbürgerung der Bachforelle in Bohinj sein.

Die Bachforelle ernährt sich vor allem von wirbellosen Bodentieren, sie kommt auch auf die Wasseroberfläche um sich von Insekte zu fangen, die größeren Fische essen auch andere Fische.

Die Laichzeit ist Ende Herbst und Anfang Winter, der Höhepunkt ist im November. Die wichtigsten Laichgebiete sind in den Zuflüssen von Sava, in Mostnica, Ribnica, Belca, Bezdena und wie gesagt in Savica; sie laicht auch in Sava. Wegen der vergrößerten Entnahme von Schotter aus dem Bett von Sava, ist bei niedrigem Wasserstand der Zutritt der Bachforellen aus Sava zu den Laichplätzen in den Zuflüssen erschwert, manchmal sogar unmöglich.

Die Bachforelle

Äsche

Sie besiedelt den Sava Fluss, Teile seiner Zuflüsse und den See. Das schönste Äschen Revier ist der untere Teil von Mostnica, auf den die Fischer von Bohinj besonders stolz sind.

Die Äsche, die in Sava Bohinjka lebt, hat einen abgeflachten Körper, gewölbten Rücken und eine lange Rückenflosse in schönen Regenbogenfarben, die wie ein Schachbrett aussieht. Der Körper ist mit ziemlich großen Schuppen bedeckt. Der Kopf, wo es keine Schuppen gibt, ist ziemlich klein mit unterständigem Mund und kleinen Lippen. Die Äsche in Sava hält sich am liebsten an Wasserstrahlen und Überflüssen auf. Dort können sie auch die Fischer am leichtesten an wunderschönen orange-roten Flossen erkennen.

Im letzten Jahrzehnt haben Kormorane die Population dezimiert; ebenso beeinflussen die Äsche auch schlechte Wasserqualität in Sava und vergrößerte Entnahme von Schotter aus Sava.

Die Äsche ernährt sich von wirbellosen Bodentieren, sowie auch von Insekten auf der Wasseroberfläche und deshalb ist sie wichtig für Sportfischerei – Fliegenfischerei.

In Bohinj laicht die Äsche in April und Anfang Mai. Sie wählt sich Laichplätze in Sava, Mostnica und Ribnica aus; die wichtigsten sind Brod, Kamnje, Polje und Laški rovt im Sava, die unteren Teile von Mostnica und Ribnica.

In Bohinj hat man auch mit der Zucht von Äsche in Slowenien begonnen. Die Zucht basierte auf den Fischen aus Sava und auf Seeplankton, als erste Futterquelle für die Äschen Brut. Leider hat man die Zucht in den letzten Jahren aufgegeben und die Fischbrutanstalt unter Pršivec verfällt langsam. Die Fischer von Bohinj müssen so aufs Neue mit der Zucht der Äsche beginnen und die Tradition erhalten.

Die Äsche

Andere heimische Fischarten

In Bohinj findet man noch viele andere heimische Fischarten.

Die Quappe lebt im See. In den letzten Jahren nimmt ihr Fischzug im See ab. Das könnte auch mit der Änderung der Fischerei des Seesaiblings zu tun haben.

Die Quappe

Der Döbel lebt im See und in Sava. Im See kann man ganze Schwärme von Döbeln sehen, wie sie unter der Oberfläche „sonnenbaden“. In Sava ist die Zahl der Döbel wegen der erhöhten Anwesenheit von Huchen abgestiegen.

Der Döbel

Der Huchen war in Sava nur ein gelegentlicher Gast. Heutzutage ist der Fischbestand wegen intensiven Einbringens höher, was sich an der Zahl der Moderlieschen in Sava abspiegelt.

Die Population von Strömer ist im See und in Sava stabil. Das gleiche gilt auch für die Population der Hasseln.

Die Zahl der Groppen in Sava sinkt. Die Ursache kann sowohl die Wasserqualität als auch die Entnahme von Kies sein. Die Population im See ist gut.

Die Elritze war einst der bedeutendste Köderfisch für die Fischerei des Seesaiblings. Heutzutage sinkt seine Zahl wegen der Anwesenheit von Barsch, der im See erschienen ist.

Insbesondere in den Zuflüssen von Sava findet man auch Hundsbarbe. Ebenso findet man hier Flusskrebse.

Fremdländische Fischarten

Auch die Gewässer von Bohinj wurden nicht von dem Einbringen der fremdländischen – allochthonen Fischarten ausgenommen.

Als erster wurde im Jahr 1943 der Seesaibling eingebracht. Er hat sich schnell angepasst, begann erfolgreich zu laichen und wurde zur zahlreichsten Forellenart im Bohinj See. Hier wächst er bis zu 70 cm und wiegt bis zu 4,6 kg.

Die Seesaiblinge halten sich am liebsten in der Fužina Bucht, in den Tiefen entlang von Pršivec und in Ukanc an der Mündung von Savica auf.

Er ernährt sich vom Seeplankton, Bodenorganismen und kleinen Fischen.

Sie laichen im See in Oktober und November, das größte Laichgebiet ist unter dem Govic Wasserfall.

Ungeachtet dessen, das der Seesaibling ein fremdländischer Fisch ist, ist er von großer Bedeutung für die Sportfischerei. Wegen seines kulinarischen Wertes muss er in Zukunft eine größere Rolle im gastwirtschaftlichen Angebot von Bohinj bekommen.

Die Regenbogenforelle wird in Sava eingebracht. In den letzten Jahren werden nur sterile Fische eingebracht. Trotzdem vermehrt sich die Regenbogenforelle in Bohinj natürlich.

Der letzte Ankömmling ist der Barsch. Er ist als Köder für die Seeforelle in den See gekommen und wurde, wie schon oft überall in der Welt, aus dem Köder zum Besiedler vom See. Die Zahl der Barsche steigt. Weil er ein erfolgreicher Raubfisch ist, beeinflusst er schon die Population der Elritze, ebenso sind andere Fischpopulationen, die den See besiedeln, gefährdet.